Stellt sich raus, Moral ist doch ein wissenschaftliches Thema

Gucke an: http://twenty2five.blogspot.com/2010/04/monkey-essence-100413.html Dort verlinkt findet ihr einen wirklich sehr aufregenden Vortrag von Sam Harris über die wissenschaftliche Klärung moralischer Fragestelleungen.

Ich fasse zusammen:

  1. Moralische Probleme laufen immer irgendwann auf die Frage menschlichen Erlebens (von Leid und/oder Glück) heraus.
  2. Leid und Glück lassen sich mit wissenschaftlichen Methoden messen (z.B. durch Fragebögen, Verhaltensbeobachtung, Erhebung bestimmter Krankheitsdaten oder Messung des physiologischen Stresslevels).
  3. Entsprechend lässt sich messen und experimentell überprüfen, ob diese oder jene Lösung für ein moralisches Problem zu mehr Leid oder zu mehr Glück für die betroffenen Menschen führt.
  4. Somit lassen sich also Rangreihenfolgen moralisch richtigerer und falscherer Lösungen erstellen, und aus bereits gesammelten Daten Szenarien erstellen, die aus moralischer Hinsicht ein mögliches Optimum darstellen.
  5. Die Fähigkeit, moralische bessere Entscheidungen zu treffen, hängt in der Folge von Wissen über menschliche Bedürfnisse, Möglichkeiten des Verhaltens und der Organisation, sowie die Wirkung verschiedenster Einflüsse auf das menschliche Erleben ab. Genau so wie die Fähigkeit, ein funktionierendes Flugzeug zu bauen, von Wissen über Materialkunde, Aerodynamik und Ingenieurswesen abhängt. Ein bisschen Kreativität schadet außerdem auch nicht.
  6. Aus diesen Vorraussetzungen für die Qualifikation zum Treffen valider moralischer Entscheidungen geht außerdem hervor, dass es sowohl Talente als auch totale Versager auf diesem Gebiet gibt – so wie es Talente und totale Versager im Ingenieurs- und Aerodynamikstudium gibt.

Dass der Papst in hohem Maße ein moralischer Versager ist, wird spätestens klar, wenn wir uns ansehen, was er über HIV/AIDS erzählt. Dass die Sharia in hohem Maße ein moralisch schwachsinniges System ist, wird spätestens klar, wenn wir uns ansehen, wie sie mit Frauen umgeht.
Und es erklärt sich glaub ich von selbst, dass wir als in zumindest dieser Hinsicht moralisch überlegene Gesellschaft (ich red jetzt mal nicht von unserer waffenvertickenden Bundesregierung, Hartz IV oder der Eingetragenen Lebensgemeinschaft für Schwule und Lesben [na immerhin… *Augen verdreh*]) es als Punkt auf unserer Agenda eintragen müssen, so viel wie nur irgend möglich zur Aufklärung dieser moralisch zurückgebliebenen Menschen und Systeme beizutragen.

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