All die vielen Zusatzstoffe in Medikamenten…

… haben anscheinend erstaunlich viele gute Daseinsberechtigungen. Und weil ich den Artikel dazu von Scott Gavura drüben auf SBM so überaus lehrreich und erhellend fand, dachte ich mir, mach ich den doch zum ersten Post in meinem Projekt ‘Mehrwert’.

Und hier kommt der Mehrwert, nämlich eine kurze, deutschsprachige Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des Artikels:

Das Phänomen
Kräuter-, Wurzel- und Blütenmittelchen, sowie manche Vitaminbonbons brüsten sich damit, ohne Zusatzstoffe auszukommen. Das wird wie ein Qualitätsmerkmal behandelt, ist aber keins.

Der Haken/Witz daran
Ein erstaunlich großer Aufwand bei der Medikamentenentwicklung geht dafür drauf, rauszufinden, wieviel von dem Wirkstoff, den man oben in einen Menschen reinkippt, nachher auch da ankommt, wo es wehtut, warum das so ist und wie man das Resultat – durch entsprechend formulierte Zusatzstoffe – optimieren kann. Da bei vielen ‘alternativen’ Mitteln keiner so genau weiß, welcher der vielen tausend Bestandteile des Krauts jetzt genau der Wirkstoff ist, fallen diese Überlegungen natürlich weg.

Welche Aufgaben haben Zusatzstoffe?

  • Erstens natürlich die bereits genannte Bioverfügbarkeit im Organismus.
  • Zweitens schlichte Masse – so eine 5mg-Tablette wäre etwas alltagsuntauglich.
  • Drittens die Fertigung der Tabletten/Tropfen erleichtern – Wirkstoffe können klebrig, statisch geladen, klumpig und anderweitig unkooperativ sein, was sich durch entsprechende Zusätze unterbinden lässt
  • Viertens stellen Zusätze sicher, dass sich der Wirkstoff da auflöst, wo er soll (Stichwort Magensaftresistente Hartkapsel) und zwar bevor alles am anderen Ende des Darms angekommen ist
  • Fünftens soll der Wirkstoff so lange wie möglich in der auf der Packung angegebenen Menge im Medikament erhalten bleiben, wozu man Konservierungsstoffe braucht (Achtung, Anti-Vaccer: Quecksilber in Impfstoffen, buuuhuhuhuuuuu!)
  • Sechstens müssen sich Pillen von außen und durch Angucken voneinander unterscheiden lassen. Dazu gibt es natürlich die Formenvielfalt, aber was wäre das Leben ohne Farbe?
  • Und zuguterletzt muss der Hustensaft halbwegs erträglich schmecken, damit die kleinen Kinderlein ihn auch brav schlucken.

Wer hätte gedacht, dass hinter Pharmazie noch so viel mehr als bloß schnöde Wirkstoffe stecken? :)

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